Politikgeschichte trifft junge Perspektiven:
Vorführung des Dokumentarfilms im CINEMA München
Wie schwer war es für Frauen, ihren Platz in der Politik zu erkämpfen und was können wir daraus für heute mitnehmen? Zu diesen und anderen Fragen konnten sich Schüler*innen des FIM (Fremdspracheninstitut der Landeshauptstadt München) während einer Vorführung des Dokumentarfilms "Die Unbeugsamen" im Münchner CINEMA ein Bild machen.

Im Anschluss an den Film hatten die Schüler*innen Gelegenheit, mit Prof. Dr. Ursula Männle und Carolin Fried von FidiP ins Gespräch zu kommen. Männle, die jeweils 13 Jahre dem Bayerischen Landtag und dem Deutschen Bundestag angehörte und Bayerische Staatsministerin war, konnte dabei politische Geschichte aus erster Hand vermitteln. Initiiert und begleitet wurde die Veranstaltung von Lehrerin und Kulturbeauftragter Sigrid Brugger.
Die Rückmeldungen zeigten insgesamt, dass der Film als wichtig, informativ und gesellschaftlich relevant wahrgenommen wird. Besonders positiv hervorgehoben wurden die authentischen Protagonistinnen, die historischen Originalaufnahmen und Archivmaterialien sowie der eindrückliche Einblick in den langen Kampf von Frauen um politische Teilhabe und Gleichberechtigung. Viele sahen darin auch einen wichtigen Impuls für junge Menschen und eine Motivation für Frauen, sich selbst politisch zu engagieren.
Kritischer bewertet wurden vor allem Länge, Informationsdichte und Dramaturgie: Einige empfanden den Film als zu trocken, wenig spannend oder stellenweise verwirrend. Gewünscht wurden teilweise eine stärkere Fokussierung auf einzelne Protagonistinnen, mehr Orientierung und eine zugänglichere Gestaltung für ein junges Publikum.
Trotz Kritik überwiegt deutlich die Einschätzung, dass das Thema bis heute aktuell ist und stärker vermittelt und diskutiert werden sollte.

